Uro-Clinic - Spezialärzte für Urologie - Rapperswil, Uster, Wetzikon, Winterthur
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Blasenkrebs (Urothelkarzinom)

Der Blasenkrebs ist eine tumorartige Veränderung der Zellschichten (Urothel), die die Harnblase auskleiden. Die häufigsten bösartigen Harnblasentumoren wachsen oberflächlich und sind weniger aggressiv. In selteneren Fällen können sie aber auch in die Tiefe der Harnblasenwand hineinwachsen und Ableger (Metastasen) bilden.

Ursachen

Hauptrisikofaktoren sind das Rauchen und der berufliche (ungeschützte) Umgang mit Lösungsmitteln, Farben oder Lacken.

Symptome

Oft bereiten kleine Harnblasentumoren keine Beschwerden; blutiger Urin ist meist das Erst- beziehungsweise Hauptsymptom. Weitere Beschwerden können wiederholte Blasenentzündungen oder Reizsymptome der Blase sein.

Diagnostik

Besteht der Verdacht auf Blasenkrebs, muss die Harnblase gespiegelt (sogenannte Zystoskopie) durchgeführt werden. Unsere Urologen führen die Blasenspiegelung in einer Praxis der Uroclinic in Wetzikon, Rapperswil oder Uster in örtlicher Narkose ambulant durch. Dank der heutigen flexiblen Zystoskopie ist eine Blasenspiegelung kaum schmerzhaft.

Therapie

Bei Verdacht auf Blasenkrebs entnimmt der Urologe in einer Operation eine Gewebeprobe aus der Harnblasenschleimhaut, um die Diagnose sicherzustellen. Dazu wird die Blase unter Teil- oder Vollnarkose durch die Harnröhre gespiegelt und das verdächtige Gewebe mit einer kleinen Elektroschlinge entfernt. Diesen Eingriff nennt man auch transurethrale Resektion der Blase oder TUR-Blase. Das Ziel dieser ersten Operation ist es, Informationen über die Krebsart, Aggressivität und Tiefe in Bezug auf die Blasenwand zu erhalten und wenn möglich den Tumor vollständig zu entfernen. Die weitere Behandlung eines Blasenkrebses richtet sich nach der Krebsart, Aggressivität und Tiefe sowie der Gesamtsituation des Patienten.

Bei fortgeschrittenen Harnblasentumoren mit tiefem Einwachsen in die Blasenwand kann die vollständige Blasenentfernung (Zystektomie) eine Heilung bringen. Diesen grösseren Eingriff führen unsere Urologen im Team durch. Muss die Blase vollständig entfernt werden, können die Urologen aus Dünndarm eine Ersatzblase formen, sodass der Patient seine Blase ganz normal weiterhin über die Harnröhre entleeren kann. Bei einer weiteren Operationsmethode nach Entfernung der Harnblase kann alternativ der Urin aus den Harnleitern in ein Stück Dünndarm und schliesslich an die Bauchwand ausgeleitet werden (Urostoma oder Ileum-Conduit). Der Urin wird an der Bauchwand in einem Beutel aufgefangen, den der Patient regelmässig leert.

Abhängig von der Aggressivität, Tiefe und einem möglichen Lymphknotenbefall kann nach der Blasenentfernung eine Zusatzbehandlung sinnvoll sein. Auf jeden Fall führen unsere Urologen, wie bei Krebsleiden üblich, eine Nachbetreuung mit regelmässigen Kontrollen durch.

Komplikationen

Komplikationen treten eher selten auf. Gelegentlich kommt es dort, wo der Tumor entfernt wurde, zu Infektionen oder Nachblutungen.