Uro-Clinic - Spezialärzte für Urologie - Rapperswil, Uster, Wetzikon, Winterthur
Home > Service > Wissen > Krankheitsbilder > Erektionsstörungen

Erektionsstörungen

Eine Erektionsstörung (auch erektile Dysfunktion (ED) genannt) ist folgendermassen definiert: Die Unfähigkeit, eine Erektion des Penis, die für eine befriedigende sexuelle Aktivität ausreichend ist, zu bekommen oder aufrecht zu halten.

Ursachen

Erektionsstörungen treten mit zunehmendem Alter häufiger auf. Sie können entweder ohne erkennbare Ursache oder als Folge einer anderen Erkrankung entstehen: Wichtige Risikofaktoren sind Gefässschädigungen (zum Beispiel durch erhöhten Cholesterinspiegel, Bluthochdruck oder Rauchen), Diabetes mellitus, Nervenerkrankungen oder Hormonstörungen. Eine Erektionsstörung kann auch als Folge der Einnahme von verschiedenen Medikamenten – zum Beispiel gegen Bluthochdruck oder Antidepressiva – auftreten.
Insbesondere bei jüngeren Männern spielen psychische Faktoren eine Hauptrolle: Der subjektiv empfundene sexuelle Leistungsdruck in unserer Gesellschaft und die Erwartungen, die damit verbunden sind, nehmen zu.

Symptome

Abhängig vom Schweregrad ist die Erektion abgeschwächt oder kommt gar nicht zustande. Zusätzlich kann die Erektionsdauer reduziert sein, und nicht selten treten auch Probleme mit einem vorzeitigen Samenerguss auf.

Diagnostik

Ein ausführliches, vertrauensvolles und sachliches Gespräch mit einem Urologen in unserer Praxis über die Beschwerden und mögliche Risikofaktoren ist wichtig. Die körperliche Untersuchung ergänzen wir bei Bedarf durch eine Blutentnahme und eine Ultraschalluntersuchung.

Therapie

Grundsätzlich bestehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die sich nach Ursache der Erektionsstörung sowie Alter und Präferenz des Patienten richten. Im Vordergrund stehen die medikamentöse Therapie und allenfalls unterstützende psychotherapeutische Massnahmen. Je nach Befund setzen wir auch mechanische Hilfsmittel bis hin zur Implantation einer Penisprothese ein.

Komplikationen

Neben der negativen Auswirkung auf die Sexualität kann eine Erektionsstörung ein ernstzunehmendes frühes Warnzeichen für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein:
Bis zu 40% der Männer ab 50 Jahren, die sich primär wegen einer Erektionsstörung untersuchen lassen, leiden zusätzlich an einer bisher nicht erkannten Erkrankung wie Bluthochdruck, Erhöhung des Cholesterinspiegels oder Blutzuckers.
In Kombination mit anderen Risikofaktoren – Rauchen, Übergewicht, Stress usw. – führen diese Erkrankungen häufig zu Durchblutungsstörungen: Die feinen Adern in den Schwellkörpern des Penis sind viel früher von Schädigungen betroffen als die Herzkranzgefässe oder Halsschlagadern.
Zur vollständigen Diagnose gehört daher allenfalls auch ein Check-up der Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.