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Penisverkrümmung (Penisdeviation)

Eine Penisverkrümmung ist eine Abknickung des Penis bei der Erektion im Bereich des Penisschaftes.

Ursachen

Meistens sind die Ursachen unklar. Oft liegen bindegewebige oder narbige Veränderungen vor, worauf sich abgegrenzte Verkalkungen, sogenannte Plaques, bilden. Diese Narben oder Verkalkungen können zur Verkürzung und somit zur Abknickung des Penisschaftes in eine Richtung führen. Es werden Mikroeinrisse, genetische und entzündliche Ursachen diskutiert.

Symptome

Die Abknickung des Penisschaftes wird in erigiertem Zustand des Penis sichtbar. Sie kann in verschiedene Richtungen zeigen. Die verkalkten Ablagerung können oft unter der Penishaut ertastet werden. Probleme treten insbesondere beim Geschlechtsverkehr auf: Es können Schmerzen entstehen oder der Geschlechtsverkehr kann mehr oder weniger deutlich erschwert sein. Die Fruchtbarkeit, der Samenerguss oder die Erektionsfähigkeit an sich sind in der Regel nicht eingeschränkt.

Diagnostik

Ist der Penis nicht erigiert, kann der Urologe die Richtung und das Ausmass einer Penisverkrümmung nicht beurteilen. Bei der körperlichen Untersuchung können die sogenannten Plaques am Penisschaft ertastet werden. Zum Teil erkennt der Arzt die Plaquebildung beziehungsweise die Verkalkung mittels Ultraschall. Zur vollständigen Beurteilung muss der Patient eine Bilddokumentation aus drei verschiedenen Perspektiven anfertigen.

Therapie

Eine medikamentöse Therapie kann entzündliche Prozesse stoppen, die weitere Verkrümmung aufhalten und Schmerzen reduzieren. Die Penisverkrümmung kann sich auch spontan zurückbilden, was aber eher selten ist.
Treten Schmerzen auf oder kann der Patient wegen der Verkrümmung keinen Geschlechtsverkehr mehr vollziehen, muss ein operativer Eingriff diskutiert werden. Je nach Krümmung und Länge des Penis setzen wir Techniken zur Raffung oder Verlängerung der Schwellkörperwand ein. Die Erektionsfähigkeit, Fruchtbarkeit oder der Samenerguss werden durch die Operation nicht verändert.